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Ernährung bei Parodontitis – Was können und sollen Sie essen?

Sie haben die Diagnose „Parodontitis“ erhalten? Dann fragen Sie sich sicherlich nun, wie die Behandlung und Ihr Alltag weitergehen. Was dürfen Sie essen?Welche Speisen sind zu vermeiden und gibt es Nahrungsmittel, welche sich positiv auf den Entzündungsprozess auswirken können?

Diesen Fragen gehen wir in unserem heutigen Blogartikel auf den Grund!

Parodontitis – Was steckt dahinter?

Eine Parodontitis kommt nicht von heute auf morgen, sondern entwickelt sich immer über einen längeren Zeitraum hinweg, in der beim Patienten möglicherweise nicht einmal Beschwerden auftreten. Über lange Zeit unentdeckt können sich bakterielle Beläge, die sich an verwinkelten Stellen zwischen den Zähnen befinden, ungestört vermehren.

Die Bakterien haben so langfristig also die Möglichkeit, unentdeckt in das umliegende Gewebe einzudringen. Hier werden nicht nur das Gewebe geschädigt und die Nerven, sondern langfristig auch die Zahnwurzeln, die Zahn- und Kieferknochen in Mitleidenschaft gezogen.

Meist treten die Schmerzen erst dann auf, wenn die Bakterienbesiedlung soweit fortgeschritten ist, dass  schmerzhafte Entzündungen am Gewebe oder im Wurzelkanal auftreten.

Wer regelmäßig zum Zahnarzt geht und die Zähne regelmäßig gründlich reinigt, auch in den Zahnzwischenräumen, legt die beste Grundlage dafür, dass Parodontitis gar nicht erst entstehen kann. Ist das doch der Fall, sollte schnellstmöglich der Gang zum Zahnarzt angetreten werden, um eine entsprechende Behandlung in die Wege zu leiten und Folgeerkrankungen zu vermeiden.

Und dann stellt sich im Alltag natürlich die Frage: Was kann, darf und soll ich essen? Gibt es Nahrungsmittel, die den Heilungsprozess beschleunigen können? Im Folgenden kommt unsere Antwort!

Essen bei Parodontitis

Experten haben jahrelang daran geforscht, welche Nahrungsmittel Parodontitis fördern können und damit möglichst vom Speiseplan verschwinden sollten.

Dazu gehören einfache Kohlenhydrate, wie sie in Weißmehlprodukten, Säften und Süßspeisen auftauchen. Da keine oder nur wenige Ballaststoffe enthalten sind, steigt der Blutzuckerspiegel bei diesen Nahrungsmitteln rapide an, was eine stärkere Insulinantwort des Körpers erfordert. Diese erhöhte Insulinausschüttung haben Forscher mit Entzündungsprozessen in Verbindung gebracht, daher sollten diese vermieden werden, wenn eine Parodontitis diagnostiziert wurde.

Quelle: © pioneer111 – Item ID: 9554774 – www.photodune.net

Darüber hinaus sollten gesättigte Fettsäuren, Transfettsäuren und Omega-6-Fettsäuren im Alltag reduziert oder – wenn möglich – ganz weggelassen werden. Auch diese bringen Forscher mit dem Auftreten von Parodontitis in Verbindung.

Die Forschung rät dazu, stattdessen regelmäßig die gesunden Omega-3-Fettsäuren in den Speiseplan zu integrieren. Diese finden sich zum Beispiel in Leinöl, Seefisch oder Walnüssen und sind dafür bekannt, sich positiv auf parodontale Entzündungen auszuwirken.

Ebenso hat die Zufuhr von Mikronährstoffen, wie sie sich in Vitamin C-haltigem Obst, Gemüsen, Samen, Nüssen und Hülsenfrüchten befinden, eine positive Auswirkung – schließlich wirken sie sich stärkend auf das Immunsystem aus und helfen dem Körper dabei, Entzündungen wirksam zu bekämpfen oder gar nicht erst aufkommen zu lassen.

Vitamin D, welches der Körper mit Hilfe des Sonnenlichts bildet, sowie das Vitamin B 12 spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle, wenn es darum geht, Entzündungen im Körper Einhalt zu gebieten.

Fazit

Eine gesunde, ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung stärkt nicht nur das Immunsystem sondern sorgt auch dafür, dass bereits entstandene parodontale Entzündungen im Zaum gehalten oder sogar gelindert werden.

Quelle Beitragsbild: © cerber82 – Item ID: 5140311 – www.photodune.net

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