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Babys und Kleinkinder: Kariesbakterien durch Speichel übertragbar

Der Schnuller fällt aus dem Mund, das Kind weint. Ein Szenario, wie es täglich tausendfach vorkommt. Der erste Instinkt der Eltern ist dann häufig, dass der Schnuller schnell abgeleckt und dem quengelnden Kind zurückgegeben wird.

Was gut gemeint ist, kann sich unter bestimmten Umständen sogar auf die Zahngesundheit des Babys auswirken, denn Wissenschaftler haben herausgefunden: Kariesbakterien werden mit dem Speichel übertragen. Dennoch kursieren bislang viele Gerüchte, was dieses Thema betrifft. Im Folgenden zeigen wir deshalb auf, worauf bei der Zahngesundheit von Babys und Kleinkindern zu achten ist, um Karies zu vermeiden.

Kariesbakterien: Zahngesundheit bei Babys und Kleinkindern

Was viele nicht wissen: Kariesbakterien können mit dem Speichel der Eltern auf das Kind übertragen werden. Doch damit Karies entsteht, sind noch weitere Faktoren ausschlaggebend, wie zuckerhaltige Getränke und Nahrungsmittel. Häufig bekommen Kinder vor dem Einschlafen einen süßen Tee im Fläschchen gereicht oder auch mal in der Nuckelflasche einen Fruchtsaft zwischendurch.

Auch der Aspekt „Zeit“ spielt in diesem Zusammenhang eine wesentliche Rolle. Wer mal den Schnuller ableckt oder dem Nachwuchs ab und zu einen gesüßten Tee zum Trinken gibt, braucht sich keine Sorgen zu machen. Doch bei ständigem Konsum von (frucht)-zuckerhaltigen Getränken und Nahrungsmitteln, in Kombination mit den übertragenen Kariesbakterien der Eltern, steigt das Risiko, dass der Nachwuchs Karies bekommt.

Kariesbakterien durch Speichel übertragen

Quelle: © phakimata – Item ID: 5267084 – www.photodune.net

Wissenschaftler sind sich aber über eines einig: Je früher die kariesauslösenden Bakterien in den Mund des Babys gelangen, desto wahrscheinlicher ist es, dass das Kind im späteren Alter an Karies erkrankt.

Die Vorsorge

Bereits in der Schwangerschaft sollte die werdende Mutter regelmäßig zum Zahnarzt gehen, damit Zahnfleischentzündungen direkt behandelt und kariesauslösende Bakterien beseitigt werden können. So sinkt das Risiko, dass auch der Nachwuchs infiziert ist. Der Zahnarzt kann außerdem in der Schwangerschaft viele weitere wertvolle Tipps rund um die eigene Zahngesundheit und die des Kindes geben.

Eine gesunde Ernährung und eine regelmäßige Zahnpflege ab dem ersten Zähnchen sind besonders wichtig. Zudem sind Zahnarztbesuche und Früherkennungsuntersuchungen bereits ab dem Kleinkindalter sinnvoll, um dem Nachwuchs die Scheu hiervor zu nehmen und langsam aber stetig das Bewusstsein für die Zahngesundheit auszuprägen.

Und damit der Schnuller des Babys gar nicht erst abgeleckt werden muss, sollte man immer einige abgekochte Exemplare parat liegen haben.

Mehr Informationen rund um das Thema „Früherkennungsuntersuchung“ finden Sie in unserem nächsten Blogartikel.

Quelle Beitragsbild: © olinchuk – pacifier – Item ID: 1089944 – http://photodune.net/item/pacifier/1089944

 

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