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Parodontitis und Diabetes: Besteht ein Zusammenhang? (1)

Ein häufiger Zuckerkonsum kann das Risiko von Zahnkrankheiten erhöhen – darüber herrscht Einigkeit bei Zahnärzten und Patienten.

Doch wie steht es eigentlich, wenn der Blutzucker erhöht ist? Kann auch das Auswirkungen auf die Zahngesundheit haben? Dieser spannenden Frage gehen wir in diesem Blogartikel auf den Grund.

Diabetes – Was steckt eigentlich dahinter?

Diabetes mellitus ist eine der weltweit am häufigsten verbreiteten Erkrankungen. Laut WHO leiden insgesamt 350 Millionen Menschen unter der Zuckerkrankheit, die eine Stoffwechselerkrankung darstellt. Die gestörten Stoffwechselvorgänge sorgen dafür, dass der Blutzucker ansteigt.

Nicht immer erkennen Patienten sofort, dass sie unter dieser Krankheit leiden. Der Prozess ist schleichend und die Bandbreite an möglichen Symptomen groß. Dazu gehören unter anderem:

  • Häufiges Wasserlassen
  • Müdigkeit
  • Trockene Haut
  • Starkes Durstgefühl
  • Gewichtsverlust
  • Häufige Infektanfälligkeit
  • Wundheilungsstörung
  • …und einige weitere Symptome.

Dauerhaft erhöhte Zuckerwerte sorgen für eine Störung der Blutgefäße – und zwar nicht nur in den Augen oder Nieren, sondern auch im Mundraum. Das Zahnfleisch ist anfälliger für Entzündungen. Werden diese nicht rechtzeitig behandelt, steigt das Risiko an Parodontitis zu erkranken. Die Zähne verlieren ihren Halt und drohen auszufallen.

Quelle: © Voyagerix – Item ID: 13084926 – www.photodune.net

Der Verlust der Zähne ist aber, als Diabetes-Patient, nicht das einzige Risiko. Forscher haben festgestellt, dass auch andere Krankheiten ausgelöst werden können.

Dauerhaft hohe Blutzuckerwerte hemmen die körpereigene Ausschüttung von Insulin. Das bedeutet, dass der Zucker im Blut nicht optimal zur Energiegewinnung genutzt werden kann. Der Zuckerspiegel steigt also „ungehemmt“ und Parodontitis kann dann Folgeerkrankungen an den Nerven, den Nieren oder dem Herzen verursachen.

Diabetes-Patienten sollten also noch mehr als vorher auf ihre Mundhygiene achten.

Unsere Tipps:

Putzen Sie Ihre Zähne sorgfältig und regelmäßig. Auch den Zahnzwischenräumen und der Zunge sollte dabei unbedingt Beachtung geschenkt werden. Schließlich entwickeln sich Zahnfleischentzündungen und Parodontitis aus bakteriellen Zahnbelägen – und diese sammeln sich vor allem in den Nischen, in denen die Zahnbürste nicht hingelangt.

Zahnseide, Interdentalbürsten und auch eine Zungenbürste gehören damit in jedes Badezimmer!

Wer unter Diabetes mellitus leidet, sollte auch den Zahnarzt zu regelmäßigen Kontrollbesuchen aufsuchen. Informieren Sie Ihren Zahnarzt auch umgehend darüber, wenn bei Ihnen Diabetes festgestellt wird. Empfehlenswert sind dann vierteljährliche Kontrollbesuche in der Praxis.

Fazit

Eine unbehandelte Parodontitis kann Auswirkungen auf den gesamten Organismus haben. Deshalb ist es umso wichtiger, mit dieser Stoffwechselkrankheit der Zahngesundheit große Bedeutung beizumessen. So können Sie sich lange über ein strahlendes und gesundes Lächeln freuen!

Mehr Wissenswertes zum Thema „Parodontitis und Diabetes“ erfahren Sie in unserem nächsten Blogartikel!

Quelle Beitragsbild: © nikolae – Item ID: 5948778 – www.photodune.net

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