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Kieferfehlstellungen bei Kindern – Diagnose und Behandlung (3)

Kieferfehlstellungen und Zahnstellungen sind bei Kindern nicht unüblich, sie treten bei rund 60 % aller Kinder auf.

In unseren vorigen Blogartikeln haben wir darüber berichtet, dass Fehlstellungen durchaus vererbt werden – allerdings gibt es auch einige „Risikofaktoren“, die dazu beitragen die Zähne und den Kiefer in eine fehlerhafte Position zu bringen.

Dazu zählen unter anderem Schnuller und Nuckelflaschen.

Heute gehen wir der Frage nach, wie der Zahnarzt Fehlstellungen feststellen kann und wie eine Behandlung erfolgen kann.

Diagnose: Zahnfehlstellung oder Kieferfehlstellung

Je nachdem um welche Art der Fehlstellung es sich handelt, sind sie mehr oder weniger offensichtlich erkennbar. Manche sind so auffällig, dass sie selbst von Nicht-Zahnärzten auf den ersten Blick erkannt werden.

Hierzu gehören die gängigsten Fehlstellungen, wie zum Beispiel der offene Biss oder der Überbiss.

Andere lassen sich nicht auf den ersten Blick „entlarven“, sondern äußern sich im Alltag durch verschiedene Symptome. Das können zum Beispiel Nacken- oder Kopfschmerzen sein, Verspannungen aller Art, Probleme beim Sprechen oder Kauen.

Quelle: © vvoennyy – Item ID: 5359987 – www.photodune.net

Fakt ist: Sobald der erste Verdacht besteht, sollte sofort ein Termin beim Zahnarzt vereinbart werden.

Der Zahnarzt macht bei diesem Termin eine ausführliche Anamnese und stellt fest, wie viele Zähne bereits durchgebrochen sind, wie groß diese sind, in welcher Position und Form sie zueinanderstehen. Auch der Lippenschluss, der Verlauf des Profils und das Verhältnis der Kiefer wird beurteilt.

Anhand dieser Kriterien kann der Zahnarzt bereits gut erkennen, ob und welche Art der Zahnfehlstellung vorliegt.

Anschließend wird – je nachdem, ob die Diagnose bereits eindeutig gestellt werden konnte oder nicht – noch ein Gipsabdruck der Zähne gemacht, um ein exaktes Modell zu erhalten und die Fehlstellung noch besser beurteilen zu können.

Manchmal kann auch ein Röntgenbild ein Bild der Gesamtsituation liefern. Hier kann man schließlich auch den Zustand der Zahnwurzeln erkennen und wie noch nicht durchgebrochene Zähne sich im Kiefer positioniert haben.

Fehlstellungen bei Kindern – Therapiemöglichkeiten

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, Kiefer- und Zahnfehlstellungen bei Kindern zu korrigieren. Nicht immer ist das aber zwingend notwendig. Einige Fehlstellungen „verwachsen“ sich einfach.

Die gängigste Art um Kiefer- und Zahnfehlstellungen zu korrigieren, sind lose oder feste Zahnspangen. Deren Einsatz kann grundsätzlich in jedem Alter erfolgen, ist aber zwischen dem 9. und 14. Lebensjahr am besten durchführbar, da Kiefer und Gebiss sich noch im Wachstum befinden und damit gut beeinflusst werden können.

Bei kleineren Kindern werden häufig Mundeinlagen verwendet, um entsprechende Muskelpartien zu stärken und Fehlstellungen so sanft zu korrigieren.

Fazit

Als Eltern leistet man einen entscheidenden Beitrag dazu, dass die Kinder später mit einem gesunden und strahlenden Lächeln durch das Leben gehen. Mit einer gesunden und abwechslungsreichen Ernährung, dem Zähneputzen ab dem ersten Zähnchen und dem Vermeiden von „Dauernuckeln“ ist bereits die beste Grundlage geschaffen.

Quelle Beitragsbild: © mimagephotography – Item ID: 15066880 – www.photodune.net

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